Johann Pätzold - Faschisten terrorisieren Seenotretter auf dem Mittelmeer. Europa schaut zu.// Philip Simon - ein deutscher Kabarettist - Na, jetzt ist es doch endlich klar! Die zivile Seenotrettung ist Schuld an der Flüchtlingskrise!


Faschisten terrorisieren Seenotretter auf dem Mittelmeer. Europa schaut zu.





Johann Pätzold, ein Künstler aus Rostock und Seenothelfer schreibt die folgenden Zeilen 

Am 5.8.2017 um 13 Uhr griffen diese Leute erstmals die Aquarius an. Diktierten aus ihren Propaganda Lautsprechern den Friedensnobelpreisträgern die neuen Regeln auf dem Mittelmeer. „Alle Schiffe haben sofort die SAR Zone zu verlassen“. Die C-Star, das Schiff der Europäischen Faschisten werde den Abzug der Seenotretter beobachten.

Die Begegnung mit den NAZIS 

Nazischiff C-Star attakiert die Aquarius, Ärzte ohne Grenzen (Friedensnobelpreisträger)


Seit dem 5.8.2017 um 13 Uhr Ortszeit wurden militante Nazis und Faschisten von der Europäischen Union legitimiert, das Europäische Recht sowie das UN Völkerrecht auf dem Mittelmeer neu auszulegen und zu vertreten. Rechtsradikale, welche in Deutschland als so gefährlich eingestuft werden, dass sie durch den Verfassungsschutz beobachtet werden müssen.

Bemerkenswert traurig daran ist, dass die Europäische Union sich sogar den Zielen der Nationalsozialisten angenommen hat und die EU gar unterstützend den Neo-Faschisten bei dem umsetzen ihrer Ziele hilft.

Am 5.8.2017 um 13 Uhr griffen diese Leute erstmals die Aquarius an. Diktierten aus ihren Propaganda Lautsprechern den Friedensnobelpreisträgern die neuen Regeln auf dem Mittelmeer. „Alle Schiffe haben sofort die SAR Zone zu verlassen“. Die C-Star, das Schiff der Europäischen Faschisten werde den Abzug der Seenotretter beobachten. 

Dabei verbreitet die faschistische Organisation in ihrer Fahrlässigkeit Angst und Schrecken, was nicht weniger als ein Akt des Terrors auf dem Mittelmeer auszulegen ist. 

Der C-Star der Identitären Bewegung belegt mutwillig den Kanal 16, welcher als offizieller Notruf Kanal in der Seefahrt ausgeschrieben ist. Sie wissen, das in Seenot befindliche Schiffe diesen Kanal während ihrer Propaganda ansprachen in wiederholschleife nicht mehr nutzen können um ihre Positionsdaten mitzuteilen. Dadurch verhindert die Organisation absichtlich das Auffinden von sämtlichen, sich in Seenot befindlichen Schiffe und Boote. Und während die Propagandaansprachen in wiederholschleife laufen, ertrinken andernorts Menschen.


Das Ziel der Nationalsozialisten: Die Auslöschung der freiwilligen Helfer auf dem Mittelmeer

Europa fügte sich sogleich den Forderungen. Umgehend wurde die Iuventa mit massiven Polizeiaufgebot und im Kessel der Europäischen Küstenwache aus dem Verkehr gezogen und die Crew von Studenten und Studentinnen Festgenommen. 

Ihr vergehen: Tausendfaches Retten von Menschenleben

Der Vorwurf: sie haben sich nicht getraut die zumeist bewaffneten Engine Fisher zu vertreiben. Sehr gut zusammengefasst von Herrn Marquat. (Link). 

Pikant daran ist aber vielmehr, das die vermeintlichen Beweise, welche offensichtlich sogar gefälscht sind (link) und die anschließenden Ermittlungen der Staatsanwaltschaft in Italien offensichtlich durch Mitglieder der Identitären Bewegung vorgelegt und ausgelöst wurden. (Link)


Um den Willen der Europäischen Union zu verdeutlichen, steht auf der C-Star auf mehreren Sprachen geschrieben: „ihr werdet Europa nicht zu Eurer Heimat machen“.



Das NAZI-Schiff 
Nazipropaganda auf dem Mittelmeer. Flüchtlinge geraten dadurch in Massenpanik


Dabei sind die Forderungen, welche die Identitäre Bewegung Europa diktiert hat denkbar einfach: 

Die Seeblockade aller Flüchtlingsboote auf dem Mittelmeer, bei Bedarf die Leute aus den untergehenden Booten zerren und zurück nach Libyen schicken. Wenn es sein muss unter dem Einsatz von Waffengewallt.


Bittere Realität - Libyens Küstenwache bedroht Flüchtlinge mit Pistole (Bild-Quelle: Spiegel TV)

Nach der Einschätzung und der neu Auslegung des Völkerrechts durch die Europäischen Nazis der Identitären Bewegung also ein Sicheres Land. Sogleich beschließt die EU das entsenden einer Flotte von NATO Schiffen nach Libyen, um die Wünsche der Nazis zu erfüllen. 

Gleichzeitig kündigt die Europäische Justiz an, weiter schiffe der Freiwilligen Helfer aus dem Verkehr zu ziehen. Stolz verkündet Martin Sellner, der Anführer der Identitären in Österreich: „Die NGO´s sind angezählt. Unsere Forderungen an die EU waren wie immer Avantgarde – endlich bewegt sich was“

Unsinn! Denken sie? Keineswegs! Die Golfo Azzurro hat nach dem Zusammentreffen mit der C-Star unerklärliche Probleme. Ein Schiff der freiwilligen Seenot Retter auf dem Mittelmeer, welches den von Europa auferlegten Verhaltens Kodex unterschrieben hat, bekam den Staatlichen Auftrag von der Rettungsleitstelle MRCC Rom, Flüchtlinge an Board zu nehmen und nach Lampedusa zu fahren. 

Ein neues verfahren, zudem sich jedes Schiff verpflichten muss um weiter die Seenotrettung durchführen zu dürfen. Diesen Kodex haben die Organisationen nur wiederwillig unterschrieben. Selbst der Wissenschaftliche Dienst der Bundesregierung bestätigt, dass der Kodex ein Bruch mit dem UN- Völkerrecht darstellt. (Die Iuventa von Jugend Rettet hat den Kodex übrigens nicht unterschrieben) Als die Golfo Azzurro den Hafen von Lampedusa anlaufen wollte, wurde ihnen mitgeteilt, dass es ihnen untersagt ist lampedusa oder Malta anzulaufen. 

Europa hält sich also nicht an den Kodex, während es die Seenotretter müssen. Die Golfo hat nun das Problem, Flüchtlinge an Board zu haben, darf aber keinen Hafen anlaufen. Viel interessanter allerdings ist, das die Faschisten der Identitären Bewegung weit eine Stunde vor allen anderen beteiligten darüber bescheid wussten. 



Nazi-Post 


Dabei ist die übliche Propaganda der Nazis von Defend Europe in teilen absolut erlogen. Die Golfo Azzurro hat niemals libysche Gewässer befahren. vielmehr waren es die Nazis Selbst, welche den Libyschen Hoheitsgewässern gefährlich nahe gekommen sind.

Bis heute hat keine einzige Regierung sich gegen den Faschistischen Angriff der Identitären auf dem Mittelmeer ausgesprochen. Kein funken Kritik

Im Gegenteil. Wenn man über Regierungen etwas hört, werden die Faschisten sogar gelobt. Innerhalb der Regierungen aus Europa hört man jedoch lediglich Kritik gegenüber den freiwilligen Helfern, welche es wagen, das UN Völkerrecht umzusetzen. Russia Today gibt den flachpfeifen wie Martin Sellner sogar die Plattform, mit einem Menschrechtler eine Stunde lang zu diskutieren – in dem am Ende der Hochgebildete Mann aus Großbritannien, der für Menschrechte eintritt kaum zu Wort kommt, da die Moderation diesen Mann immer wieder unterbrochen hat und Sellner seine Rassistische Ideologie zum feinsten geben konnte.

Europa sendet gerade ein völlig falsches Zeichen. Es legitimiert und bestärkt den Rechten Radikalismus. Europa degradiert damit alle Freiwilligen Seenotretter auf dem Mittelmeer zu Kriminellen. Und das neue Feindbild sind die „Migranten“. 

Diese „Migranten“, Menschen wie wir alle werden von unserem Europa behandelt wie Tiere, wie Feinde. Dabei vergisst Europa, woher diese Menschen kommen. Warum sie kommen. Warum sie fliehen müssen.

Europa bricht mit sich selbst. Europa gibt alles auf, was wir uns über 70 Jahre erarbeitet haben. Und wenn Europa damit jetzt nicht sofort aufhört - gibt es sehr bald auch kein Europa mehr. 

In diesem Sinne...





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Na, jetzt ist es doch endlich klar! Die zivile Seenotrettung ist Schuld an der Flüchtlingskrise! 

Die machen gemeinsame Sache mit den Schleppern! Jetzt haben wir unser dringend benötigtes Arschloch doch endlich gefunden! Und die gute Nachricht ist: Wir sind es schon mal nicht! Das kann sich nur eine Gesellschaft leisten, in der die moralische Hybris, den gesunden Menschenverstand eliminiert hat.

Der Kabarettist Philip Simon findet die richtigen Worte

Die machen gemeinsame Sache mit den Schleppern! Jetzt haben wir unser dringend benötigtes Arschloch doch endlich gefunden! Und die gute Nachricht ist: Wir sind es schon mal nicht!

Ja, stelle Dir doch mal vor, das hätte was mit uns zu tun? Das geht doch nicht! Gut, wir mussten die Tatsachen natürlich schon extrem verdrehen, um da ne Logik reinzukriegen, aber wir haben ja Zeit! Wir haben ja geistig-moralische Schwimmflügel an. Die halten den Kopf über Wasser!

Ich meine, na gut... Also ein paar Fragen gibt es natürlich schon noch. Aber diese Fragen bergen natürlich die Gefahr, dass sich diese Illusion der Logik auflöst und wir trotz unserer geistig-moralischen Schwimmflügel ersaufen. Aber nur in der Theorie. In Wirklichkeit sitzen wir auf der Couch und lassen die Gedanken mal ein bisschen im Wasserkopf strampeln.

Diese ehrenamtlichen Seenotretter. Was für Arschlöcher. Da gondeln die doch tatsächlich mit ihren Partyschiffen über das Mittelmeer und nehmen Menschen mit! Kostenlos! Früher musstest Du ein Leben lang hart arbeiten, um Dir dann für viel Geld von so einem Schlepper in einem Reisebüro eine Fahrt auf dem Mittelmeer leisten zu können.

Diese ehrenamtlichen Seenotretter sind also jetzt der Ursprung des Bösen. Die sind schuld. Wie schwach muss die Birne im Oberstübchen eigentlich sein, damit das nur ansatzweise durchs hauseigene Wertesystem durchrutschen kann?

Sind es die Seenotretter, die seit Jahren die Augen vor den politischen und wirtschaftlichen Entwicklungen in den Ursprungsländern verschliessen?

Sind es die Seenotretter, die durch eine völlig verfehlte Entwicklungspolitik, bei der es nicht darum geht Menschen vor Ort zu helfen, sondern heimischen Unternehmen neue Märkte zu erschliessen, den lukrativen Beruf des Menschenschleppers überhaupt erst möglich gemacht haben?

Sind es die Seenotretter, die jetzt bereits seit mehreren Jahren unfähig sind eine gemeinsame Linie, geschweige denn ein gemeinsames Handeln der europäischen Union auf die Kette zu kriegen?

Sind es die Seenotretter, die nicht in der Lage sind mit den Herkunftsländern Wege aus dieser Krise zu finden und den Menschen Lösungen zu bieten, die ihnen eine Zukunft in der Heimat bietet?

Oder ist es am Ende die Politik und die Zivilgesellschaft, die endlich ein Thema gefunden hat, das dem Volk das geistige Ventil verschafft und der Politik die Möglichkeit gibt vom eigentlichen Ursprung abzulenken?

Wir pissen gerade mit erhobenem Zeigefinger auf den Kopf von ein paar ehrenamtlichen Idealisten, die ernsthaft glauben, dass das Retten und Aufnehmen von Menschen auf der Flucht -und zwar egal aus welchen Grund- humanitäre Pflicht ist.

Die auf dem Mittelmeer stellvertretend für uns den letzten Rest von Menschlichkeit verteidigen.
Die auf dem Mittelmeer, die oft zitierten christlichen Werte des Abendlandes leben.


Ehrenamtliche Helfer, die sich in einem Augenblick des moralischen Zwiespalts für Menschenleben und gegen geltendes Recht entscheiden.
Und zwar aus einem einfachen Grund: Weil für sie ein einzelnes Menschenleben mehr Wert ist, als das politische Versagen einer ganzen Gesellschaft.

Die sind jetzt Täter. Kriminelle. Eine Gefahr.

>>>>>>Das kann sich nur eine Gesellschaft leisten, in der die moralische Hybris, den gesunden Menschenverstand eliminiert hat.<<<<<<

Das ist der gedankliche Luxus einer Gesellschaft, in der das Mittelmeer ein Urlaubsziel und Schwimmen eine körperliche Erholung ist.
Philip Simon, deutscher Kabarettist 

Hier der Link auf den Facebook-Beitrag von Philip Simon >>>
https://www.facebook.com/philipsimon.de/posts/1420465108068310

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Die Würde des Menschen ist unantastbar. Deutsches Grundgesetz. 


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Kommentare

  1. Zum Statement von Philip Simon:
    Leider habt Ihr die Bedenken und vorsichtigen Einwände nicht berücksichtigt, die Bert Schulte und ich gestern gegen einen Satz im Text geäußert haben.

    So anerkennenswert Philip Simons Zuspitzung seiner Botschaft ist, so dient es unseren Zielen doch nicht, wenn die NGOs als Rechtsbrecher erscheinen. Im Gegenteil: die Aussage "Ehrenamtliche Helfer, die sich (...) gegen geltendes Recht entscheiden" ist Wasser auf die Mühlen derer, die Menschen in Seenot zurückschicken wollen!

    'Ärzte Ohne Grenzen' beispielsweise berufen sich stets auf das SEERECHT und beteuern, mit der italienischen Koordinationsstelle und der Küstenwache zusammenzuarbeiten. Nachzulesen ist das etwa in dem Bericht von APA, den Bert Schulte gestern hier gepostet hat.

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